Geschichtliche Entwicklung

19. April 1926
Aufgrund des ältesten vorhandenen Protokolls einer Sitzung der Feuerwehrkommission kann in der Geschichte und Entwicklung der Feuerwehr Moosseedorf bis ins Jahr 1926 zurück geblickt werden. Die Sitzung fand am Montag, den 19. April 1926 abends 8 Uhr in der Wirtschaft Utiger statt. Der Präsident Ernst Baumgartner führte die Verhandlungen mit den anwesenden Mitglieder: Alfred Jenni, Fritz Stämpfli, Rudolf Bigler und Rudolf Thomet. Das Protokoll, welches zusammen mit dem Protokoll der Sitzung vom 8. Mai nachmittags 4 Uhr in der Wirtschaft Bosshardt, am 8. Juli 1926 verlesen und genehmigt wurde, schrieb der Sekretär Walter Schorer. Entschädigt wurden die Kommissionsmitglieder mit je Fr. 1.50 pro Sitzung.

Um den Mannschaftsbestand zu halten mussten alle Jünglinge Feuerwehrdienst leisten. Entschuldigtes Fernbleiben der Übung infolge auswärtiger Arbeit, wurde nicht akzeptiert. Auch schriftliche Begründungen der auswärtigen Arbeitgeber fanden gemäss Reglement beim FW-Kommandanten kein Gehör. Wer zu den Übungen oder auch bei einem Ernstfalleinsatz nicht erschien wurde generell gebüsst. Die Übung wurde mit Fr. 1.00 besoldet.

Als Materialdepot diente das Spritzenhaus an der Hauptstrasse. Um bei Brandbekämpfung (oder verbotenerweise zum spritzen der Felder) schnell an Wasser zu gelangen wurden Schlauchdepots beim Rest. Seerose, bei E. Häberli auf dem Feld, Fr. Haller, Hs. Tellenbach und Lenzenhohle errichtet.

19. November 1958
An der Sitzung vom 18.11.1958 wurde erstmals erwähnt, dass ein neues Gerätemagazin dringend erwünscht wäre. Vice-Kdt Kistler wurde beauftragt zu prüfen ob von der Brandversicherung und vom Staat eine Subvention erhältlich wäre. Nach einem negativen Entscheid im Jahr 1959 stiess die Feuerwehrkommission bei der Finanzierung eines neuen Magazins auch beim Gemeinderat auf taube Ohren sprich grosse Schwierigkeiten.

1966
Im zweiten Anlauf im Jahr 1966 beantragte die Kommission den Gemeinderat zum Zwecke eines baldigen Neubaus eines Spritzenhauses die nötigen Vorarbeiten durchführen zu lassen. Das alte Spritzenhaus genügte den Anforderungen nicht mehr und wurde mehrere Male von Lastwagen beschädigt.

Auch die späten Heimkehrer aus der Wirtschaft Eintracht, welche ihre dringenden Bedürfnisse am Spritzenhaus tütigten trugen dazu bei, dass das Spritzenhaus in einen desolaten Zustand kam und die morschen Bretter stets ersetzt werden mussten. Vom Gemeinderat kam die Antwort, dass die Feuerwehrkommission die Vorarbeiten selber in Angriff zu nehmen haben.

1967
Nach Rücksprache mit dem Feuerwehrinspektor Stampbach beschliesst die Feuerwehrkommission 1967 das Raumprogramm dem Gemeinderat zur Planung eines Spritzenhauses (Feuerwehrmagazin) durch einen Architekten, zu überweisen. Als vorgesehenen Standort wurde das Dorfzentrum Linde gewünscht.

1970
1970 wurde der Gemeinderat abermals schriftlich auf die deutlichen Mängel des bestehenden Spritzenhauses hingewiesen.

30. März 1972
Am 30.03.1972 befasste sich die Feuerwehrkommission mit der allgemeinen Konzeption eines Mehrzweckgebäudes für die Feuerwehr. Das dafür notwendige Raumprogramm wurde wiederum dem Gemeinderat unterbreitet.

9. August 1972
Am 09.08.1972 geschah dann das lang zuvor befürchtete Ereignis. Ein total  übermüdeter deutscher Tourist, herkommend aus Spanien, verschlief die Kurve und krachte mit seinem VW-Käfer in das Spritzenhaus. Das Spritzenhaus wurde total zerstört. Das verbliebene Feuerwehrmaterial wurde provisorisch bei Franz Baumgartner untergebracht. Auch die Firma Marti stellte den notwendigen Platz zur Verfügung.

Dezember 1977
Im Dezember 1977 konnte die Feuerwehr in das neu erstellte Feuerwehrmagazin im Mehrzweckgebäude an der Schulhausstrasse 1, Einzug halten.